Pferdeosteopathie, Faszientherapie und
myofasziale Schmerztherapie für Pferde
- in Kombination -
Vorbereitend zur Behandlung analysiere ich die Probleme deines Pferdes aus verschiedenen Perspektiven. Dazu erhältst du einen Anamnesebogen, den du in Ruhe vor Behandlungsbeginn ausfüllen kannst. In meinen Therapien kombiniere ich Techniken der energetischen Pferdeosteopathie, der Faszientherapie und der myofaszialen Schmerztherapie miteinander.
So kann z.B. eine Bewegungseinschränkung oder ein Haltungsproblem bei deinem Pferd sowohl lokal durch Physiotherapie als auch gebietsübergreifend über das Nerven- und Fasziensystem behandelt werden.
Ablauf einer Behandlung:
ERSTANAMNESE:
Begutachtung der körperlichen Verfassung (Haltung, Fellzustand, Aufmerksamkeit des Pferds).
Ich möchte dein Pferd kennenlernen. Wichtige Informationen für mich sind Vorgeschichte, aktuelle Probleme und Auffälligkeiten. Auch Alter, Rasse und Trainingszustand bzw. Einsatz des Pferdes sind für mich von Belang. Gern kannst du dazu meinen vorab geschickten Anamnesebogen ausfüllen und vor dem Termin an mich zurücksenden.
BEFUNDUNG:
Ich ertaste / erfühle die Gewebsstrukturen am Pferdekörper. Sind Schwellungen, lokale Wärmeherde oder empfindliche Stellen vorhanden?
Es folgen Beweglichkeitstests an Muskeln und Gelenken, z.B. an Vorder- und Hinterbeinen. Zudem kontrolliere ich den Zustand von Hals und Genick, Wirbelsäule und Kreuzbein. Falls erforderlich führe ich auch neurologische Tests durch.
Anschließend erfolgt die Begutachtung deines Pferdes in langsamer Gangart, dem Schritt. Ich prüfe, ob sich die lokalisierten Gelenkblockaden in Bewegung abbilden. Ich möchte auch herausfinden, ob nicht schwerere Verletz-ungen wie z.B. Fissuren vorliegen, die durch Schon-haltungen und daraus resultierenden Lahmheiten nicht in erster Linie offensichtlich sind.
In solch einem Fall übergebe ich das Pferd zur Weiter-behandlung an einen Tierarzt.
Ergeben sich aus meiner Befundung Hinweise auf unpassende Sättel und Zaumzeug, überprüfe ich auch das Equipment. Mein Partner Sattlerei Michael Simon kann hier Abhilfe schaffen, Sättel umarbeiten und neu anpassen. Er hat bei Bedarf neue Sättel im Sortiment
BEHANDLUNG:
Ich beginne mit sanften Massagen an Muskeln und Faszien - dadurch lösen sich erste Verspannungen.
Pferde zeigen das häufig durch schnauben, kauen, lecken oder gähnen.
Nach Lockerung der Muskulatur mobilisiere ich die damit verbundenen Gelenke und behebe deren Bewegungseinschränkung. Wichtig ist hierbei der gefühlvolle Einsatz von manuellen Techniken. Ich prüfe die Wirksamkeit meiner Anwendungen, indem ich mir dein Pferd zwischendurch immer wieder in Bewegung in langsamer Gangart anschaue.
Nach der Behandlung bespreche ich mit dir den weiteren Trainings- und Therapieplan. Gern kannst du mich auch für Absprachen mit deinem Tierarzt oder Hufschmied konsultieren.
DAUER DER ERSTBEHANDLUNG CA 1,5 - 2 STUNDEN
WANN UND WIE OFT SOLLTE EINE BEHANDLUNG DURCHGEFÜHRT WERDEN?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Abhängig vom Befund erreicht man oftmals nach der ersten Behandlung eine deutliche Verbesserung. Jedoch kann es durchaus sein, daß trotz guter Mitarbeit des Patienten Pferd mehrere Termine erforderlich sind. Das ist z.B. der Fall, wenn sich Haltungs- und Bewegungsprobleme durch unterschiedliche Faktoren manifestiert haben. Für einen nachhaltigen Behandlungserfolg muss auch darauf geachtet werden, daß das Pferd nicht wieder denselben Situationen und unpassendem Equipment ausgesetzt wird.
Präventiv und trainingsbegleitend - insbesondere vor, während und nach der Turniersaison - hat es sich bewährt, Pferde physiotherapeutisch zu betreuen.
So können bestehende Verspannungen und Kleinstblockaden durch Osteopathie und Faszientherapie bereits im Anfangsstadium gelöst und eine optimale Leistung erzielt werden.
Nicht nur bei aktiv genutzten Pferden, sondern auch im höheren Alter wird die Beweglichkeit der Tiere erhalten oder verbessert. So sorgst du für mehr Lebensfreude und -qualität bei gleichzeitiger Schmerzlinderung.
Empfehlungen für den Einsatz von manuellen Therapien (Pferdeosteopathie, Faszientherapie, myofasziale Schmerztherapie), Bewegungstherapien sowie stärkendem Training
SPORTPFERD
- Regelmässig vorbeugend
- Gezielter Muskelaufbau
- Regeneration nach Turnier
- Teilweise direkt vor Turnier, da nicht nach allen Behandlungen Ruhepausen erforderlich sind
- Behebung myofasziale Dysfunktionen (z.B. abfallende Rückenlinie)
FREIZEITPFERD
- Förderung durch gezieltes Training
- Vorbeugend zur Vermeidung von Verletzungen
- Behebg. myofas-ziale Dysfunk-tionen (Ellbogen-klemmen)
- Stabilisierung
- Erhaltung der Beweglichkeit/Mobilität
RENTNER
- Erhaltung der Beweglichkeit/Mobilität
- Schmerzlinderung
- Lebensqualität verbessern
- Behebg. myofas-ziale Dysfunk-tionen (Ellbogen- klemmen)
REHA
- Wieder antrainieren
- Muskelaufbau + Mobilisierung nach verletz-ungsbedingten Pausen
- Beseitigung von Schonhaltungen
- Vorbeugend zur Vermeidung von Rückfällen und Folgeerkrank-ungen
- Behebung von Folgeerschein-ungen myofas-ziale Dysfunk-tionen (z.B. Karpfenrücken)
Pferdeosteopathie, Faszientherapie und
myofasziale Schmerztherapie für Pferde kurz erklärt
Osteopathie für Pferde - energetisch
Osteopathie als rein manuelle Anwendung zählt zu den ganzheitlichen Bewegungstherapien. Energetische Osteopathie basiert auf der Annahme, dass sich Körperstrukturen und -funktionen gegenseitig beeinflussen und sich dadurch Störungen und Erkrankungen von einem Körperteil auch auf andere Bereiche des Körpers auswirken können. Die komplexe Anatomie bei Pferden trägt zusätzlich dazu bei, daß Ursachen (Entstehung) oftmals an ganz anderer Stelle als Symptome (Folge) gesucht werden müssen.
In den Behandlungen werden hauptsächlich Griff- und Massagetechniken
angewendet und Gelenke mobilisiert.
Faszientherapie für Pferde
Die Faszientherapie ist ein wichtiges Instrument bei der Behandlung von Schmerzen. Im Fokus steht hier das Bindegewebe zwischen den einzelnen Muskelsträngen.
Faszien sind vereinfacht gesagt die bindegewebigen Hüllen, welche Gelenke, Muskeln und Organe umkleiden. Also eine unscheinbare Hülle, die letztlich alle Organe sowie Muskeln in Form und Spannung hält.
Dauerhaft verkrampfte Muskeln lassen diese Gewebsstrukturen verkleben und verdicken. Faszientherapie löst verklebtes Gewebe und stellen die Elastizität der einzelnen Muskelstränge wieder her. In Folge entspannen sich Muskeln und und die Sauerstoffversorgung der Muskelzellen verbessert sich erheblich. Auch hier gibt es gezielte Grifftechniken, die mitunter erst durch großem Krafteinsatz des Therapeuten den gewünschten Erfolg bringen.
Myofasziale Schmerztherapie für Pferde
Myofasziale Schmerztherapie kombiniert das Lösen von verklebten Bindegewebe (Faszientechniken) mit anschließender Stimulation von Nerven. Zusammen mit Grifftechniken der Faszientherapie werden die Nerven der betroffenen Muskelstränge angeregt.